Vertiefende Themen
MPU-Wissen im Detail
Die wichtigsten Fachthemen rund um die MPU – verständlich erklärt, rechtlich fundiert und aus der Praxis unserer Berater.
LABORWERTE
MPU Blut- & Leberwerte im Detail
Bei der MPU mit Alkoholfragestellung wird Blut abgenommen und im Labor untersucht. Die folgenden Werte sind relevant: GPT, GOT, GGT – bei manchen Stellen zusätzlich der MCV-Wert. Erhöhte Werte können Indiz für hohen Alkoholkonsum sein, sind aber kein Beweis.
GGT (Gamma-GT)
Membrangebundenes Enzym aus der Leber. Normwerte: ♀ <36 U/l, ♂ <55–60 U/l. Anstieg nach 4–5 Tagen Alkohol; 2–5 trinkfreie Wochen zur Normalisierung.
GOT (ASAT)
Enzym aus Skelett-/Herzmuskel und Leber. Erhöhung deutet auf Alkohol, Hepatitis, Leberzirrhose oder Herzinfarkt hin.
GPT (ALT)
Plasma aus Leberzellen. GPT > GOT deutet auf Übergewicht, GOT > GPT meist auf Alkohol hin.
MCV
Mittlere Zellgröße roter Blutkörperchen. Bei hohem Alkoholkonsum werden diese zu groß – Rückblick bis 90 Tage.
CDT
Carbohydrate-Deficient Transferrin – bester verfügbarer Alkoholmarker (neben ETG/FSEE). Anstieg bei ca. 60 g Alkohol/Tag über 2–3 Wochen. Wird bei MPU aus Kostengründen selten erhoben.
Wichtig: „Gute" Leberwerte gelten in den aktuellen Beurteilungskriterien nur als leichtes Indiz gegen exzessiven Konsum – nicht als Abstinenzbeleg. Für den echten Abstinenznachweis braucht es Urin-Screening oder Haaranalysen (ETG/FSEE).
ABSTINENZMARKER
ETG & FSEE – Die direkten Abstinenz-Nachweise
Ethylglucuronid (ETG)
Direktes Stoffwechselprodukt des Alkoholabbaus, entsteht in der Leber. Im Urin bis ~3 Tage nach Konsum nachweisbar – ab Werten >0,1 mg/l gilt Alkoholkonsum als nachgewiesen. Für die Haaranalyse: Cutoff 7 pg/mg, kopfnahe Haarteile (3 cm) = 3 Monate Abstinenzaussage.
Fettsäure-Ethylester (FSEE)
Im Haar abgelagerte Ester aus Fettsäuren und Ethanol. Richtwerte:
- • bis 0,2 ng/mg → Abstinenzannahme
- • 0,3–0,5 ng/mg → gelegentlich/mäßig
- • über 0,5 ng/mg → übermäßig
- • ab 1,0 ng/mg → chronisch exzessiv
💡 Besonderheit: Die FSEE-Bestimmung eignet sich besonders für Personen mit nicht-alkoholbedingt erhöhten Leberwerten. Nur wenige akkreditierte Labore in Deutschland können diese hochspezifische Analyse durchführen.
BTM-KONSUM
Auswirkungen von Drogen & Medikamenten aufs Fahren
Drei Ebenen des Fahrverhaltens
Je nach Situation wenden wir unterschiedlich fordernde oder komplexe Verhaltensweisen an. Genau diese Ebenen werden durch Substanzkonsum unterschiedlich stark beeinträchtigt:
EBENE 1
Automatisiert
Einfaches Spurhalten bei konstanter Geschwindigkeit – läuft „praktisch im Schlaf" ab, ohne bewusstes Nachdenken.
EBENE 2
Kontrolliert
Kolonnenfahren, Anpassung an Vordermann-Tempo. Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Reaktionsgeschwindigkeit erforderlich.
EBENE 3
Strategisch
Überholvorgänge kurz vor Kurven, Ampelentscheidungen. Antizipation der nächsten Sekunden – alle kognitiven Funktionen voll beansprucht.
Substanzen im Vergleich zur BAK
Studien vergleichen die Beeinträchtigung des Fahrverhaltens unter verschiedenen Substanzen mit einer äquivalenten Blutalkoholkonzentration (BAK). So lassen sich Risiken einordnen:
Amphetamine
Stimulierend, aber mit Schlafentzug Spurhaltung wie bei ≥0,8 ‰ BAK. Aufmerksamkeit und Impulskontrolle beeinträchtigt. In Kombination mit Alkohol: Potenzierung aller Effekte.
THC (Cannabis)
Bei Gelegenheitsnutzern Spurhaltung wie bei 0,5–0,8 ‰ BAK. Bei regelmäßig Konsumierenden variabel – von keiner bis deutlicher Beeinträchtigung. Reaktion auf Tempoänderungen eingeschränkt.
Schlafmittel
Unabhängig von Häufigkeit: Spurhaltung entspricht ≥0,5 ‰ BAK.
Benzodiazepine
Erhöhte Reaktionszeit, zu dichtes Auffahren. GABA-Agonisten beeinträchtigen Gedächtnis und Aufmerksamkeit. Vorsicht: Bei regelmäßiger Einnahme wird die Wirkung nicht mehr bemerkt – Fahren wird fälschlich für sicher gehalten.
Neuroleptika
Spurhaltung und Reaktionszeit entsprechen ≥0,5 ‰ BAK.
STUDIEN & PSYCHOLOGIE
Motive für Alkohol- und Drogenfahrten
Eine Studie aus Schweden und Ungarn (2006–2011) untersuchte, warum Menschen unter Substanzeinfluss fahren. Die zentralen Ergebnisse:
- •Die Fahrer glauben schlicht nicht, erwischt zu werden – klassische Sanktionen wirken deshalb nicht.
- •Viele bezweifeln, dass Alkohol ihre Fahrtüchtigkeit wirklich einschränkt.
- •Drogenkonsumenten berichten sogar häufig, unter Einfluss besser zu fahren.
- •Der Konsum beginnt anlassbezogen und wird mit der Zeit automatisch – ohne Feier, ohne Grund.
- •Scham bezieht sich häufig auf die Kontrollverlust-Enttarnung – nicht auf die Unfallgefahr.
- •Ein Führerscheinentzug allein ändert selten das Verhalten – nur die Arbeit an den zugrunde liegenden Motiven wirkt nachhaltig.
💡 Genau hier setzt gute MPU-Vorbereitung an: Die Betrachtung der inneren Motive – Gefühle, Ängste, Gewohnheiten – ersetzt oberflächliche Erklärungen durch echte Veränderung. Nur so entsteht die Prognose, die der Gutachter für ein positives Ergebnis braucht.
RECHTSPRECHUNG
Legaler Cannabis-Eigenanbau bei Schmerzpatienten
Das Verwaltungsgericht Köln (Urteil vom 22.07.2014) hat entschieden: Chronische Schmerzpatienten dürfen in Ausnahmefällen Cannabis in der eigenen Wohnung anbauen – zum Eigenbedarf. Voraussetzungen: medizinisch attestierte Wirksamkeit, alle Behandlungsalternativen ausgeschöpft, Pflanzen sicher vor Zugriff Dritter.
Apotheken-Cannabis kostet monatlich 600–1.000 €, die Krankenkassen übernehmen die Kosten meist nicht. Für drei von fünf Klägern im Kölner Verfahren wurde der Selbstanbau genehmigt. Das Urteil ist kein Freibrief: Der Eigenanbau bleibt grundsätzlich strikt verboten – nur spezifische medizinische Ausnahmefälle sind erfasst.
RECHTSPRECHUNG
Passiv-THC: Auch Mitrauchen kann den Führerschein kosten
Viele glauben, passiver Cannabis-Konsum könne einen MPU schützen – ein Irrtum. Der Grenzwert im Straßenverkehr liegt bei 1,0 ng/ml aktivem THC. Experimente der Universität Mainz haben gezeigt: Schon durch passives Mitrauchen werden THC-Werte bis 6 ng/ml erreicht.
VGH Baden-Württemberg (Az. 10 S 427/04):
Auch wenn jemand eine „erhebliche Menge Cannabinoide nur durch passives Mitrauchen" zugeführt hat, ist dies bezüglich der Fahrtüchtigkeit nicht anders zu behandeln, als wenn der Wirkstoff aktiv zugeführt worden wäre.
Praktische Konsequenz: Selbst wer nicht selbst konsumiert, kann durch Aufenthalt in Räumen mit Cannabis-Rauchern in Gefahr geraten. Vermeiden Sie solche Situationen konsequent – besonders, wenn Sie in einer Bewährungsphase oder Vorbereitung sind.
FAHREIGNUNG
Substitution & Fahreignung
Grundsätzlich gilt: Wer illegale Drogen konsumiert, ist ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen. Doch bei Heroinabhängigkeit unter Substitutionstherapie ist eine Fahreignungsuntersuchung unter besonderen Auflagen möglich.
Mögliche Substitutionsmittel
Polamidon
Levomethadon
Methadon
Klassisches Substitut
Buprenorphin
Partialagonist
Subutex
Buprenorphin-Präparat
Die Zeiten, in denen eine Substitution die Fahreignung generell ausschloss, sind vorbei. Neuere Versuche belegen: Patienten in der Substitution schaffen die Leistungstests (Reaktionsvermögen, Konzentration, Orientierung, Aufmerksamkeit) durchaus. Voraussetzung ist eine nachvollziehbare, beständige Anpassungsfähigkeit – und natürlich der Wille dazu.
Die 6 Voraussetzungen für die MPU-Zulassung
Damit Menschen in einem Substitutionsprogramm überhaupt zur MPU zugelassen werden, sind folgende Befunde vom Substitutionsarzt nötig:
-
1
Mindestens 1 Jahr Substitution
Die Substitutionstherapie muss durchgängig und dokumentiert mindestens 12 Monate gelaufen sein.
-
2
Kein Beikonsum – auch kein Alkohol
Während der Substitution darf weder eine andere illegale Substanz noch Alkohol konsumiert worden sein. Jede Ausnahme wirft die Beurteilung zurück.
-
3
Eigenverantwortung und psychosoziale Stabilität
Stabile Integration in Arbeit, Familie, soziales Umfeld. Selbständige Lebensführung ohne Betreuung auf Krisenniveau.
-
4
Keine schwerwiegenden psychiatrischen Störungen
Komorbide psychiatrische Erkrankungen (z.B. Psychose, schwere Depression) müssen behandelt und stabil sein.
-
5
Aktive Bereitschaft zur Therapie
Nicht bloß „Pflichterfüllung" – der Klient muss aktiv mitwirken und Eigenmotivation zeigen.
-
6
Abstinenzbelege nach MPU-Forensikvorgaben
Die vorgelegten Belege zum Nicht-Beikonsum müssen unter denselben forensischen Vorgaben entstanden sein, wie sie bei einer MPU verlangt werden.
Der Weg ist aufwändig und langwierig – aber machbar. Entscheidend sind Offenheit und enge Zusammenarbeit zwischen Klient, Substitutionsarzt, Begutachtungsstelle und einem erfahrenen MPU-Berater. Dieser kennt auch den Umgang mit Situationen, die von der Regel abweichen.
COMPUTERTESTS
Leistungstests bei der MPU
Getestet werden optische Orientierung, Konzentration, Aufmerksamkeit, Reaktion und Belastbarkeit. Die Tests werden zufällig ausgewählt. Bei nicht erreichtem Prozentrang besteht die Chance der Fahrverhaltensbeobachtung als Ausgleich.
👁️
Verkehrsauffassungstest
Ca. 1 Sek. Bild – dann eingeben: Verkehrszeichen, Ampeln, Fußgänger, Radfahrer, Motorräder, KFZ/LKW.
〰️
Linienfolgetest
Markierte Schlangenlinie vom Pfeil zur richtigen Endzahl (1–9) verfolgen.
🔷
Figurenvergleichstest
Vier Figuren oben – fünfte Figur vergleichen und grün/rot-Taste drücken.
⚡
Mehrfachreaktionstest
Farben per Taste, Töne (hoch/tief), Fußpedale für Links/Rechts – alle Reize gleichzeitig verarbeiten.
PSYCHOLOGISCHER KERN
Hintergründe von Verhaltensauffälligkeiten verstehen
Die Gutachter bei der MPU sind Diplom-Psychologen. Sie durchschauen sofort, wenn jemand eine Geschichte erzählt. Sie erwarten, dass Sie sich ernsthaft mit den Hintergründen, Umständen und Ursachen Ihres Alkohol- oder Drogenkonsums – oder Ihrer Verkehrsdelikte – auseinandergesetzt haben.
Denn nur wer versteht, warum etwas so gekommen ist, kann in Zukunft anders handeln und Rückfälle in alte Muster vermeiden.
Was gehört zur ehrlichen Ursachenanalyse?
🏠
Lebensverhältnisse
Wohnen, Finanzen, Alltag – was war stabil, was nicht?
💼
Beruf & Freizeit
Arbeitsdruck, Langeweile, Hobbys, Freundeskreis – welche Rolle spielten sie?
👪
Familie & Biografie
Wie sind Sie aufgewachsen? Was haben Eltern vorgelebt? Welche Rückschläge gab es?
❤️🩹
Gefühle & Bewältigung
Angst, Wut, Einsamkeit, Zugehörigkeit – welche Gefühle wurden durch Konsum „geregelt"?
🎯 Die Kernfrage der MPU
„Was hat sich durch das problematische Verhalten geändert?" – Niemand konsumiert regelmäßig Alkohol oder illegale Drogen in hohen Dosen nur aus Spaß. Hinter dem Konsum stehen immer bestimmte Empfindungen, die als Motivation wirken.
Aussagen wie „Es gab keinen Grund, ich habe es einfach gemacht" führen sicher zu einem negativen Gutachten. Der Gutachter will den funktionalen Nutzen Ihres Verhaltens erkennen – und Ihre Antwort darauf.
ZIELE ERREICHEN
Intrinsische Motivation – warum Ziele nur so erreicht werden
Der Gutachter prüft nicht nur, was Sie sagen, sondern wie ernst Sie ein Ziel verfolgen. Ein Ziel, das nur von außen auferlegt ist („Ich darf nicht mehr trinken, weil sonst der Führerschein weg bleibt"), wird bei der ersten Gelegenheit fallen gelassen. Ein internalisiertes Ziel dagegen wird eigener Antrieb.
❌ EXTRINSISCH
Druck & Kontrolle
- • „Ich muss, sonst…"
- • Hält nur, solange der Druck bleibt
- • Kein Stolz, kein Erfolgserlebnis
- • Rückfall bei erster Gelegenheit
✅ INTRINSISCH
Eigener Antrieb
- • „Ich will das – für mich selbst."
- • Höhere Kreativität & Leistung
- • Zufriedenheit beim Erreichen
- • Dauerhafte Stabilität
Die drei Voraussetzungen für Internalisierung
🤝
Verbundenheit
Mit Menschen, die das erwünschte Verhalten leben.
💪
Kompetenz
Sich im neuen Verhalten als fähig erleben.
🗝️
Autonomie
Das „Warum" verstehen – nicht nur ausführen.
🎯 Was das für Ihre MPU heißt: Ihre Veränderungen müssen sich für Sie selbst gut anfühlen – nicht nur notwendig. Genau das erkennt ein erfahrener Gutachter sofort an Wortwahl, Tonfall und innerer Beteiligung.
KERNTHEMA
Rückfallgefahr – der oft unterschätzte Punkt
Ohne eine überzeugende Antwort auf die Frage nach der Rückfallgefahr gibt es keine günstige Prognose. Nur wenn der Gutachter ausreichend sicher ist, dass zukünftig nicht mit einer erneuten Auffälligkeit zu rechnen ist, kann er eine günstige Prognose stellen. Trotzdem scheitern hier viele Kandidaten.
Antworten wie „So etwas passiert mir nicht noch einmal" reichen nicht – und sind sogar kontraproduktiv. Der Gutachter will sehen, dass Sie sich mit auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren auseinandergesetzt haben und realistisch einschätzen, dass ein Restrisiko bleibt.
Warum wird ausgerechnet dieses Thema unterschätzt?
⏱️
Am Ende des Gesprächs
Rückfallgefahr kommt zuletzt dran – nach ärztlicher Untersuchung und Leistungstests. Die Konzentration ist längst nicht mehr auf Maximum.
😌
Trügerische Sicherheit
Wenn das bisherige Gespräch gut lief, fühlen sich viele schon zu sicher und strengen sich nicht mehr genug an.
🛡️
Selbstwertgefühl-Schutz
Der Hauptgrund liegt tiefer: Wir wollen ein positives Selbstbild bewahren – das kollidiert mit dem Eingeständnis eigener Schuld.
Ursachen vs. aufrechterhaltende Faktoren
Eine nicht nur oberflächliche Antwort setzt eine intensive Beschäftigung mit beiden Ebenen voraus. Diese Analyse fällt den meisten schwer – nicht nur wegen fehlendem Fachwissen, sondern weil man sich eingestehen muss, unabhängig von äußeren Faktoren immer auch selbst beigetragen zu haben.
AUSLÖSENDE FAKTOREN
Wodurch kam es ursprünglich dazu?
Stress, Krisen, Umfeld, Gefühle, Vorbild-Prägung – die konkreten Auslöser, die den Konsum oder das Verhalten erstmalig provoziert haben.
AUFRECHTERHALTENDE FAKTOREN
Warum wurde es zum Muster?
Der „Vorteil": Entlastung, Stimmungsregulation, Gruppenzugehörigkeit. Die Bequemlichkeit, den einfachen Weg zu wählen. Die eigenen Anteile, die man lange nicht sehen wollte.
💡 Was Sie dem Gutachter liefern müssen:
- Eingeständnis der eigenen Schuld – trotz Selbstwertgefühl-Schutz
- Nachvollziehbare Schilderung, wieso es zu den Auffälligkeiten kam
- Konkrete Erklärung, wieso es nicht wieder passiert – Strategien, Veränderungen, Kontrollmechanismen
- Realistisches Eingeständnis: Ein Restrisiko bleibt – und Sie wissen, wie Sie ihm begegnen
KRISENHILFE
Negative MPU – was jetzt?
Eine nicht bestandene MPU ist kein Grund aufzugeben. Wichtig ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen:
-
1
Geben Sie das Gutachten NICHT bei der Behörde ab.
Es würde bis zu 15 Jahre in der Führerscheinakte abgelegt und jeder neuen MPU vorliegen. Eventuell enthält es aus Unwissenheit falsche Aussagen.
-
2
Die Behörde dreht das Ergebnis nicht um.
Gegen ein Gutachten vorzugehen gelingt in der Praxis fast nie – außer bei formalen/rechtlichen Fehlern (dann Wiederholung, nicht Umkehrung).
-
3
Es gibt keine gesetzliche Sperrfrist.
Aber: Ein zweiter Anlauf ohne Vorbereitung endet oft wieder negativ. Erst wirklich vorbereiten, dann wiederholen.
-
4
Fachberatung in Anspruch nehmen.
Ein erfahrener Berater analysiert das negative Gutachten, identifiziert die Schwachstellen und bereitet gezielt auf den Zweitversuch vor.
📞 Kostenlos, bundesweit: 0800 300 4022
Mo–Fr 09:00–18:00 · jetzt anrufen und den nächsten Versuch sicher machen
BEISPIELE
Mustergutachten
Bei jedem Explorationsgespräch hat der Gutachter einen gewissen Spielraum, wie er mit den ermittelten Tatsachen umgeht. Trotzdem gibt es einen klaren Standard – gewährleistet durch zwei Mechanismen:
📘 Beurteilungskriterien
Die bundesweit einheitlichen Kriterien definieren, was für ein positives Gutachten vorliegen muss – identisch für jede Begutachtungsstelle.
🔍 BASt-Kontrollen
Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) kontrolliert die Begutachtungsstellen regelmäßig und sorgt zusätzlich für Vereinheitlichung der Untersuchungen.
Die Grundstruktur positiver Gutachten ist klar. Wir zeigen Ihnen auf Anfrage anonymisierte Mustergutachten zu allen gängigen Fragestellungen:
POSITIV
Mustergutachten Alkohol
Einzelfragestellung Alkohol – positives Ergebnis
POSITIV
Alkohol + Punkte
Doppelfragestellung – beide positiv beantwortet
POSITIV
Alkohol + Drogen + Punkte
Dreifachfragestellung – alle drei positiv
Mustergutachten anfragen