MPU Mustergutachten Alkohol, Drogen und Punkte

F a h r e i g n u n g s g u t a c h t e n für Herrn Roberto Cz.1, Geboren am xx.xx.19×5
persönl. Daten, Behörde, FE – Klasse B, Auftragseingang:.2010, Untersuchungstermin: 2010
Das vorliegende MPU Gutachten stützt sich auf die Ergebnisse einer verkehrsmedizinischen und einer verkehrspsychologischen Untersuchung, die nach den Grundsätzen der Anlassbezogenheit und Verhältnismäßigkeit durchgeführt wurden. Hierbei werden die Vorgaben der Anlage 15 zur § 11 der Fahrerlaubnisverordnung (Grundsätze für die Durchführung der Untersuchung und die Erstellung der Gutachten) berücksichtigt. Die Begutachtung dient ausschließlich dem Zweck, die bestehenden Fragen zur Fahreig­nung des Auftraggebers zu klären und ggf. zur Frage besonderer Eignungsvoraussetzun­gen Stellung zu nehmen. Der Untersuchung liegt dabei ein interdisziplinärer, d.h. medizinisch-psychologischer Ansatz zugrunde, wobei die Befunde zusammengeführt und im Gesamten hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Beantwortung der behördlichen Fragestellung betrachtet werden. Für die Beurteilung ist damit stets die vorliegende Befundkombination maßgeblich. Liegen sowohl günstige als auch ungünstige Befunde vor, erfolgt eine Gewichtung und Abwägung der Einzelbefunde, um zu einem Gesamtbild zu gelangen. Bei eindeutiger Befundlage kann das Gutachten kürzer gefasst werden. Folgende Regelungen und Richtlinien werden in der jeweils aktuellen Fassung bei einer Begutachtung berücksichtigt:
Straßenverkehrsgesetz (StVG) und Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (Fahrerlaubnis-Verordnung – FeV) einschließlich Anlagen. Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung (herausgegeben von der Bundesanstalt für Straßenwesen), Urteilsbildung in der medizinisch-psychologischen Fahreignungsdiagnostik – Beurteilungskriterien der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie (DGVP) und der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin (DGVM)
Nach der Wiedergabe der behördlichen Fragestellung in Abschnitt I werden im Gutachten zunächst in Abschnitt II die Anlass gebende Aktenlage dargestellt und die Vorgeschichte einer fachwissenschaftlichen Auswertung unterzogen. Hieraus leiten sich die Anforderun­gen ab, die an eine günstige Prognose zu stellen sind. Diese so genannte Hypothesenbildung stellt die Grundlage der Befunderhebung dar, deren Ergebnisse unter III. dargestellt sind. Die Bewertung der Befundlage erfolgt in Abschnitt IV, die Beantwortung der behördlichen Fragestellung in Abschnitt V. Hier finden sich auch Empfehlungen für weitere Maßnahmen, sofern diese möglich sind bzw. erforderlich erscheinen.

I. ANLASS UND FRAGESTELLUNG DER MPU
Herr   Cz.1 erteilte uns den Auftrag, ihn zu begutachten. Die zuständige Straßen­verkehrsbehörde hat ihn aufgefordert, das Gutachten einer Begutachtungsstelle für Fahreignung vorzulegen. Die Fragestellung lautet:
„Kann Herr   Cz.1 trotz der Hinweise auf (früheren) Drogen- und/oder Arzneimittelmissbrauch ein Kraftfahrzeug der Gruppe 1/2 (Klasse A, B) sicher führen? Ist insbesondere nicht (mehr) zu erwarten, dass Herr   Cz.1 ein Kraftfahrzeug unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, beeinträchtigenden Arzneimitteln und / oder anderen psychoaktiven Stoffen oder deren Nachwirkungen führen wird?“
„Ist zu erwarten, dass Herr   Cz.1 auch zukünftig ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wird und/oder liegen als Folge eines unkontrollierten Alkoholkonsums Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeuges der Gruppe 1/2 (FE-Klasse B) in Frage stellen?“
„Ist zu erwarten, dass Herr   Cz.1 auch zukünftig erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen verstoßen wird?“

11. ÜBERBLICK ÜBER DIE VORGESCHICHTE
Aktenübersicht
Die Akten der Verkehrsbehörde lagen bei der Begutachtung vor. Folgende Sachverhalte wurden bei der Begutachtung berücksichtigt:
2001-2002:     Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz mit Cannabis, Anzeige; 1,2 g Marihuana. Bei einer Polizei- und Verkehrskontrolle war Herr   Cz.1 Mitfahrer in einem Pkw. Alle 3 Insassen hatten BtM konsumiert. Eine Durchsuchung des Pkw verlief positiv, Herr MPU   Cz.1 hatte angegeben, dass der letzte Konsum vor geraumer Zeit stattgefunden habe
xx.xx.2003       Ermittlungsverfahren: Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz; Herr MPU   Cz.1 hat laut Ermittlung achtmal Cannabis zum Eigenkonsum erworben.
xx.xx.2006       Alkohol-Unfall, Tatzeit 04:10 Uhr, BAK um 05:25 Uhr 0,42 Promille
2007                Teilnahme am Besonderen Aufbauseminar für alkohol- und drogenauffällige Fahranfänger
xx.xx.2007       Wiedererteilung Fahrerlaubnis
xx.xx.2007       Verschuldeter Verkehrsunfall
xx.xx.2007       Besitz von Cannabis (Verfahren eingestellt)
xx.xx.2007       Führen Kraftfahrzeugs unter Btm. THC 5,1 ng/ml, THC-COOH 82,0 ng/ml
xx.xx.2007       Führen Kraftfahrzeugs unter Btm. THC 20,5 ng/ml, THC-COOH 128,0 ng/ml – Entzug FE
Sonstige Informationen zur Vorgeschichte
Bescheinigung MPU Beratungsstelle xy, vom xx.xx.2010: Bescheinigt insgesamt 34 Gespräche.
1. Urinscreening im Labor bekannt  mit den CTU-Kriterien entsprechenden, negativen Befunden für 12 Monate
2. Labor vom xx.xx.10 von Dr. Doktor über Blutwerte: GOT, GPT und GGT in Ordnung
Fachliche Bewertung der Vorgeschichte und Voraussetzungen für eine günstige Prognose
Wer Rauschmittel nimmt, die dem BTMG unterliegen, oder von ihnen abhängig ist, wird nach den Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung den gestellten Anforderungen zum Führen von Kraftfahrzeugen aller Klassen nicht gerecht. Dies gilt auch für Personen, die missbräuchlich oder regelmäßig andere, in ihrer Wirkung vergleichbare Stoffe bzw. deren Kombinationen zu sich nehmen. Die Voraussetzungen zum Führen von Kraftfahrzeugen können in diesen Fällen nur dann wieder als gegeben angesehen werden, wenn der Nachweis geführt wird, dass kein Kon­sum mehr besteht. Einen Sonderfall stellt die Einnahme von Cannabis dar. Bei regelmäßiger Einnahme sind die Voraussetzungen zum sicheren Führen eines Kraftfahrzeugs nicht gegeben, bei gele­gentlicher Einnahme von Cannabis ist die Fahreignung nur dann gegeben, wenn eine Trennung von Konsum und Fahren zuverlässig erfolgt. Daran bestehen immer dann be­gründete Zweifel, wenn zusätzlicher Gebrauch von Alkohol und anderer psychoaktiv wir­kender Stoffen oder Hinweise auf Persönlichkeitsstörungen oder Kontrollverlust vorliegen. Mit der Zunahme des Konsums illegaler Drogen in unserer Gesellschaft ist auch die Zahl der Verkehrsteilnehmer angestiegen, die unter Drogeneinfluss stehen. Hierbei muss von einer sehr hohen Dunkelziffer hinsichtlich der Beteiligung dieses Personenkreises am Un­fallgeschehen ausgegangen werden 17. Bei der Risikobewertung ist zu berücksichtigen, dass die Fahrtüchtigkeit im Straßenverkehr nicht nur bei schweren psycho-physischen Ausfall- Erscheinungen beeinträchtigt ist, sondern auch bei für Drogenkonsum typischen Veränderungen des Antriebs, der Stimmung (insbesondere bei Euphorie und Enthem­mung) und der Risikowahrnehmung 18. Eine zuverlässige Verhaltenssteuerung, wie sie für die Vermeidung einer Verkehrsteilnahme unter Drogeneinfluss erforderlich wäre, ist im akuten Rausch zumeist nicht mehr verlässlich gegeben. Die Rauschwirkung ist für den Einzelnen zudem nicht zuverlässig vorhersehbar, eine eindeutige Beziehung zwischen Wirkung und Blutkonzentration besteht nicht und auch die Nachwirkungen eines Rausches (z. B. Erschöpfungszustände) können die Fahrtüchtigkeit entscheidend beeinträchtigen 19. Bei langjährigem Drogenkonsum sind außerdem, abhängig von der Art des konsumierten Betäubungsmittels, überdauernde Störungen der Persönlichkeit oder des Leistungsver­mögens zu befürchten 20. Zusätzliche Bedenken bestehen aufgrund der Verkehrsauffälligkeiten in der Vorgeschichte von Herrn   Cz.1. Liegen zusätzlich zur Drogenauffälligkeit Verkehrsverstöße vor, entstehen besondere Be­denken an der Normorientierung. Forschungsergebnisse weisen zudem für verkehrsauffällige Fahrer eine hohe Rückfallwahrscheinlichkeit. Sowohl Personen, die durch Verkehrsunfälle aufgefallen sind als auch Personen, die vermehrt Verkehrsverstöße begangen haben, stellen im Straßenverkehr eine besondere Gefahrenquelle dar. Die Frage der Verkehrsbehörde kann folglich nur dann in einem für Herrn   Cz.1 günstigen Sinn beantwortet werden, wenn zukünftig von Drogenabstinenz auszugehen ist. Für eine dauerhafte Drogenabstinenz ist eine tief greifende Aufarbeitung der den Drogen­konsum auslösenden und aufrechterhaltenden persönlichen Bedingungen erforderlich, um künftige Rückfälle zu verhindern. Dies ist in vielen Fällen nur mit Hilfe suchtspezifischer Beratung oder Therapie zu erreichen. Hierbei orientieren sich die Anforderungen hinsichtlich des Grades der Aufarbeitung (Einsicht, Beratung, Therapie) sowie der Dauer der Sta­bilisierung an der Art des früheren Konsumverhaltens (gelegentlicher, regelmäßiger oder abhängiger Konsum). Bei Gelegenheitskonsumenten ist zu überprüfen, ob die erlebten Folgen des Legalitätskonflikts (z. B. polizeiliches Verhör und Aufklärung, Führerscheinproblematik) zu einer aus­reichend motivierten und konsequenten Distanzierung von der Droge und der Konsumentenszene geführt haben. Die Änderung im Umgang mit Alkohol ist ausreichend, wenn die Gewähr gegeben ist, dass Alkohol allenfalls in geringen und damit überschaubaren Mengen getrunken wird. Ist aus den Befunden abzuleiten, dass ein kontrollierter Konsum nicht erwartet werden kann oder zu erkennen ist, dass sich dieser ungünstig auf die Motivation oder Fähigkeit zur Einhaltung der Drogenabstinenz auswirken dürfte, wäre Alkoholabstinenz zu fordern. Es dürfen zudem keine organischen, psychiatrischen und/oder Verhaltensstörungen vorliegen, welche die Fahreignung beeinträchtigen und es muss ein zum sicheren Führen eines Kraftfahrzeugs ausreichendes Leistungsvermögen festgestellt werden.

III. UNTERSUCHUNGSBEFUNDE
im Folgenden werden die Untersuchungsverfahren und Befunde dargestellt, die zur Klärung der Fragestellung eingesetzt wurden.
A. Verkehrsmedizinische Untersuchungsbefunde
Die verkehrsmedizinische Untersuchung umfasst neben der Auswertung der Aktenlage eine anamnestische Befragung. Bei der Anamnese wird besonders nach dem Konsum von Drogen gefragt. Ferner werden Erkrankungen und Störungen erfragt, die im Zusammenhang mit einem Drogenmissbrauch entstehen können. Es erfolgt zudem eine körperliche Untersuchung, die durch eine laborchemische Untersu­chung des Urins auf gebräuchliche Drogensubstanzen (sog. polytoxikologisches Screening) ergänzt wird.
A. Ärztliches Untersuchungsgespräch
Aus dem Gespräch mit dem ärztlichen Gutachter geben wir diejenigen Passagen sinngemäß oder wörtlich wieder, die für die Beantwortung der Eignungsfrage von wesentlicher Bedeutung sind. Wörtliche Zitate stehen in Anführungszeichen.
Zur Krankheitsvorgeschichte
In 2006 Unfall mit daraus resultierender Taubheit links. Darüber hinaus fühle er sich am Untersuchungstag insgesamt gesund und leistungsfähig, habe keine verkehrsrelevanten Beschwerden, stehe nicht in ärztlicher Behandlung und nehme nicht regelmäßig Medikamente ein. Insbesondere lägen psychiatrische Erkrankung, keine Störungen des Herz-Kreislaufsystems, keine Blutzuckererkrankung und keine Erkrankung der inneren Organe (Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse etc.) vor. Es bestehe keine für das Bedienen eines Fahrzeugs wesentliche Körperbehinderung.
Zum Drogen- und Alkoholkonsum
Er habe erstmals Kontakt zu Drogen mit ca. 13 Jahren gehabt und gelegentlich mitgeraucht. Ab 2002 habe er selber gekauft und bis zu 3 Joints/Woche, gelegentlich auch Bong mit Freunden geraucht. Mit knapp 18 hatte er ca. ½ Jahr damit aufgehört. Dann langsam wieder bis zum alten Konsum gekommen. Er habe keine Entzugserscheinungen gehabt.  In 2006 verursachte er einen schweren Unfall, mit großem Schaden. Er habe zuletzt eine Woche vorher konsumiert. Nach dem langen Krankenhausaufenthalt habe er nahezu täglich weiter konsumiert, weil er die Arbeit verloren hatte und keine andere Beschäftigung hatte. Ab 2008 habe er den Konsum reduziert, ab Mitte 2008 ganz eingestellt. Er habe eine Umschulung gemacht. Im kommenden Herbst wolle er nun eine Ausbildung zum Betriebswirt beginnen. Er werde so lange vom Betrieb freigestellt.
Alkohol habe er erstmals mit ca. 15 Jahren getrunken. Bei Fußballturnieren den Älteren nachgeeifert, meist am Wochenende 2 bis 3 Liter Bier. Später an Wochenenden auch mehr. Er trinke jetzt nur noch gelegentlich kleine Bier; letzter Alkoholkonsum am vergangenen Wochenende 2 x 0,3 Liter,
Körperlicher Untersuchungsbefund
Alter: 24 Jahre, Größe: 178 cm, Gewicht: 74 kg, Allgemeinzustand: gut Haut und sichtbare Schleimhäute: unauffällig, Herzaktion: regelmäßig, Pulsfrequenz: 80/min, RR: 148/84 mm, Leber: unauffällig, obere und untere Gliedmaßen: frei beweglich, Augen: frei beweglich (kein Nystagmus, prompte Reaktion auf Licht Muskeleigenreflexe: seitengleich, normalreflektorisch auslösbar, Motorik: keine Paresen, Koordinationsprüfungen: ungestört, (Untersuchungsumfang: Finger/Nasenversuch, Seiltänzergang, Einbeinstand Rombergversuch), Vegetativum: unauffällig, psychiatrische Untersuchung ergab keinen relevanten Befund.
Toxikologischer Befund
Zur Überprüfung der Angaben wurde der Urin auf Drogen untersucht. Sowohl die Probengewinnung als auch die Untersuchung im beauftragen Labor entsprechen dabei den in den Beurteilungskriterien geforderten Standards (sog. CTU – Kriterien). Insbesondere erfolgte die Urinabgabe unter Sichtkontrolle des/der untersuchenden ärztlichen Gutachters/Gutachterin. Bei der durchgeführten polytoxikologischen Untersuchung des Urins werden mittels eines hochsensiblen CEDIA – Suchtests Hinweise auf Drogensubstanzen und ihre Metaboliten im Urin gewonnen, die im Falle eines positiven Befundes mit einer zweiten, gaschromatischen Analyse untersucht werden (Bestätigungsanalyse). Nachge­wiesen werden Substanzen und Abbauprodukte der im Folgenden genannten Stoffgrup­pen. Zusätzlich wird der Urin auf seinen Verdünnungsgrad hin überprüft (Kreatininwert) um falsch negative Befunde auszuschließen. Im Verdachtsfall kann die Überprüfung der Verdünnung auch bereits vor Ort durch Anwendung geeigneter Teststreifen vorgenommen werden. Die Analyse der Urinprobe von Herrn   Cz.1 erbrachte bei normal konzentriertem Urin keinen Nachweis einer der untersuchten Substanzen: Amphetamine, Benzodiazepine, Cannabinoide, Kokain, Methadon (EDDP),  Opiate – alle negativ Kreatinin im Urin 115 mg/dl (Normbereich >20 mg/dI)
Zum Ausschluss einer durch Alkohol bedingen Leberzellschädigung wurden die Enzyme GOT, GPT und Gamma – GT bestimmt und waren ohne auffälligen Befund. Mit einem standardisierten photometrischen Verfahren wird die Enzymaktivität dieser Leberfunktionsparameter gemessen. Die Normbereiche für die Gamma-GT sind laborabhängig verschieden und können sich deshalb von früher erhobenen Befunden oder von den Befunden anderer Labors in ihrer Bewertung unterscheiden. Sie umfassen trotz unterschiedlicher Wertebereiche dieselbe statistische Streubreite (95 % der Gesamtpopulation).

B. Verkehrspsychologische Untersuchungsbefunde
Einen wesentlichen Teil der verkehrspsychologischen Untersuchung stellt das Gespräch mit dem Betroffenen dar. Hier kann er seine Sicht der Vorgeschichte darstellen, sich zu den persönlichen Ursachen seines Problemverhaltens äußern und seine zwischenzeitlichen Erfahrungen vermitteln. Mögliche Verhaltens- und Einstellungsänderungen sowie deren Stabilität werden erörtert. Beim Gespräch liegen in der Regel offene Fragebogen mit Angaben zur Biographie und zur derzeitigen Lebenssituation sowie zum aktuellen und vergangenen Drogenkonsum vor. Die Angaben werden im Untersuchungsgespräch be­rücksichtigt und daher in der Regel nicht getrennt dargestellt. Um eventuelle Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit als Folge des Konsums von Betäubungsmitteln zu erkennen und um festzustellen, ob die aktuellen Leistungsmöglichkeiten den Anforderungen des Straßenverkehrs genügen, wird eine psychologische Leistungstestung durchgeführt. Sofern bei den Testergebnissen bedeutsame Abweichungen vom mittleren Leistungsniveau der Bezugsgruppe zu beobachten sind, werden diese mit dem Betroffenen besprochen und mögliche Ursachen erörtert.

Leistungsdiagnostik
Die Untersuchung der für eine motorisierte Verkehrsteilnahme bedeutsamen Funktionen des psychophysischen Leistungsvermögens erfolgte in Form von Einzeltests an einem computergesteuerten Testgerät mit programmierter Instruktions- und Testvorgabe am Bildschirm. Die ausgewählten Verfahren sind hinsichtlich der Durchführungsbedingungen standardisiert und die Ergebnisse sind an realem Verkehrsverhalten auf ihre Aussagekraft hin validiert worden. Bei der Testeinweisung wurde das individuelle Arbeitstempo der Testperson berücksichtigt. Testergebnisse werden, soweit möglich, in Prozentrangwerten mitgeteilt. Der Prozentrang (PR) gibt an, wie viel Prozent einer vergleichbaren Gruppe von Personen schlechtere bzw. gleiche Leistungen erzielt haben. Als Vergleich wird die sog. Gesamtpopulation herangezogen. Wenn im Einzelfall ein Vergleich mit einer bestimmten Altersgruppe gemacht wird, ist dieser PR speziell als „Altersnorm“ gekennzeichnet. Maximal erreichbar ist PR 100 und die geringste Leistung ist PR 1. Prozentrang 50 spiegelt demnach die durchschnittlich zu erwartende Leistung wider. Der Normbereich erstreckt sich für Inhaber oder Bewerber der Fahrerlaubnisklassen der Gruppe 1 (z. B. Klasse A oder B) von PR 16 bis PR 84. Leistungen unter PR 16 müssen als Norm abweichend niedrig bezeichnet werden. Für die Gruppe 2 (z. B. Klasse C oder D) gilt die erhöhte Anforderung, dass in der Mehrzahl der eingesetzten Verfahren Prozentrang 33, ausnahmslos aber der Prozentrang von 16 erreicht sein muss.
Die Ergebnisse im Leistungstest waren überdurchschnittlich gut.

Psychologisches Untersuchungsgespräch
Herr   Cz.1 wurde zu Gesprächsbeginn über den Sinn, die Zielsetzung und die wesentlichen Inhaltsbereiche der psychologischen Exploration informiert. Es wurden die Fragestellung/en der Behörde, die dahinter stehenden Annahmen und die Voraussetzungen einer günstigen Beurteilung der Fahreignungsfragen dargestellt. Dabei wurde Herr   Cz.1 auch auf die Bedeutung unrealistischer, widersprüchlicher Angaben für das Ergebnis der Begutachtung hingewiesen.
Im weiteren Gesprächsverlauf hatte er sodann Gelegenheit, sich zu seiner Vorgeschichte zu äußern, aber auch seine gegenwärtige Situation zu schildern und Vorsätze sowie Zukunftspläne darzustellen. Die Angaben werden während des Gesprächs schriftlich aufgezeichnet, soweit sie für die Beantwortung der Fragestellungen bedeutsam sind. Um Missverständnisse zu vermeiden und Ergebnisse abzusichern, werden Rückfragen gestellt und Rückmeldungen über gutachterliche Schlussfolgerungen gegeben. Am Ende des Gesprächs erfolgt eine individuelle Ergebnis- oder Sachstandsmitteilung und es werden Hinweise zur weiteren Vorgehensweise gegeben, soweit dies zu diesem Zeitpunkt der Befunderhebung möglich ist. Das Untersuchungsgespräch mit Herrn   Cz.1 dauerte von 12:58 Uhr bis 14:02 Uhr.
Zur Biografie: Herr   Cz.1 ist zum Untersuchungszeitpunkt 24 Jahre alt, er lebe beim Vater, die Eltern seien seit einem Jahr geschieden. Sein Hobby sei trainieren im Fitness-Center. Er habe eine Freundin und er fahre im Winter sehr viel Schi.
Er sei gelernter Bürokaufmann, seit 2 Jahren fest angestellt als stellvertretender Büroleiter. Ab September werde er noch eine Weiterbildung zum Betriebswirt starten und dann als Büroleiter seinen in Ruhestand gehenden Chef abzulösen.
Zur Drogen- und Alkoholvorgeschichte / Zur Verkehrsvorgeschichte / Zu den Konsumgewohnheiten
Herr   Cz.1 gab an, die Drogen seien zuerst gewesen. 2001 habe er erstmals Cannabis konsumiert, mit 13/14. Damals habe er halt mitgeraucht, wenn einer was dabei hatte. Mit der Zeit lernte er dann Leute kennen und nach 1 Jahr habe er auch schon selber Cannabis besorgt. Es wurde dann ca. 3-mal die Woche. Es ging ums Kiffen, hauptsächlich Joints, aber er habe auch mal eine Bong beim Freund geraucht.
Alkohol kam ab einer ähnlichen Zeit. Er habe Fußball gespielt auf Turnieren, da wurde man eingeladen. So habe er ca. ab 16 auch schon etwa 2 bis 3 Liter Bier im Bierzelt und bei anderen Gelegenheiten getrunken, bis er ordentlich benebelt war. Bier habe er am Wochenende getrunken, Whisky kam später manchmal, aber der habe schmeckte ihm nicht.
Ab 2002 wurde regelmäßig mehr geraucht. Er habe einen neuen Freund gefunden mit eigener Bude, dort konnte ich stundenlang abhängen und kiffen. 2002 waren sie beim Freund, dann die Kontrolle auf der Heimfahrt. Wir waren zu dritt im Auto, die zwei anderen hatten Cannabis dabei. Er nicht, aber er habe gesagt, dass er gekifft hatte. 2004 während der Führerscheinausbildung und die erste Zeit danach habe er wegen Angst vor dem Straßenverkehrsamt etwa ein halbes Jahr überhaupt keine Drogen konsumiert. Aber dann sei er wieder mit den gleichen Leuten unterwegs gewesen und dann habe er auch wieder angefangen, genauso wie vorher.
Nach dem schweren Autounfall.
Die Alkoholfahrt 2006: Da waren sie in Neuenhausen in einem Club. Er hatte ca. 5 Bier getrunken, dann war ihm langweilig und sie fuhren etwas früher aus dem Club weg. Er sei eingeschlafen und von der Straße abgekommen. Zum Glück sei nicht viel passiert, 0,42 Promille wurden gemessen. Er habe ein Seminar für alkoholauffällige Fahranfänger besucht.
Was genützt? Alkohol und Kiffen habe er davor als nichts Schlimmes empfunden. Aber ab dem Unfall war er mit Alkohol vorsichtiger. Das heißt, wenn sie in die Disko gingen, habe er davor etwa 3 Bier getrunken. Dann eine Tüte vor der Disko geraucht. Im Club dann manchmal gar nichts oder vielleicht ein Getränk.
Der schwere Unfall sei im Kurzurlaub am Chiemsee gewesen. Er war mit Freunden dort, in der Nähe war dann der Unfall wovon er gar nichts mehr wisse. Er war im Koma, seither sei er am linken Ohr taub. Er hatte viele Brüche, auch die Stirn und er wusste von nichts mehr. Er sei der Unfallverursacher gewesen, er habe sich lange danach die Unfallstelle angeschaut. Vorher hatte er seine Kaufmannslehre mit sehr gut abgeschlossen gehabt. Jetzt war er war 22 Jahre alt, monatelange Schmerzen und nichts zu tun, weil er auch seine Arbeit verloren hatte. Deshalb habe er extrem gekifft, um mir einzureden es wäre alles normal. Er habe sich keine Gedanken gemacht, was er da mache, nichts realisiert, wollte nichts wissen und er habe jeden Tag gekifft. Er war arbeitslos, ihn habe nichts interessiert. Auch die erste Kontrolle hatte ihn nicht interessiert. Damals habe er pro Tag schon 8 Tüten und 3 Köpfle geraucht. Das war meine Beschäftigung, da hatte er dann wenigstens was zu tun.
Das Kiffen ging bis 2008. Dann fing er wieder an zu arbeiten. Noch bis März 2008 habe er ab und zu gekifft. Dann sei er von seinem neuen Arbeitgeber gefördert  worden. Deshalb habe er 2008 wieder eine Chance gesehen und komplett damit aufgehört. Dann war es ihm plötzlich nur noch wichtig, gut arbeiten zu können und zu dürfen. Andere Drogen habe er nie genommen, keine Drogen mehr seit Mitte 2008. Auch den Kontakt zum früheren Kumpel, den hatte er schon früher wegen chemischer Drogen abgebrochen. Drogenscreenings habe er ab Ende 2008 gemacht, ein ganzes Jahr. In der MPU Beratung habe er das erste Mal gesprochen über diese ganzen Dinge. Auch die Kumpels konnten ihn nicht verstehen, sie kannten ja auch das und dieses Problem gar nicht. So habe er gelernt, wie man mit Problemen umgeht. Auch seine jetzigen Freunde hatten ihm nun gesagt, dass sich damals seine Persönlichkeit sehr verändert hatte, als er kiffte. Jetzt habe er weniger, aber richtige Freunde. Früher habe er diese Kontakte nie gepflegt. Er war mit Kiffen beschäftigt und das war sein Alltag.
Was sei anders ohne Kiffen? Er könne sich mehr Gedanken über die Zukunft machen. Seit dem Unfall möge er auch nicht mehr die laute Musik und die vielen Menschen in den Clubs. Er gehe mal am Wochenende in eine Bar, max. 3 kleine Bier, das war’s. 2-3-mal im Monat, ich verbringe nun mehr Zeit mit meiner Freundin.

Fragebögen
Zur Vorbereitung auf das Untersuchungsgespräch wird bei der vorliegenden Anlassgruppe regelmäßig ein kurzer Fragebogen zur Biografie und derzeitigen Lebenssituation sowie zum Alkoholtrinkverhalten vorgelegt. Diese Bögen erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit in der Befunderhebung oder auf Standardisierung in der Auswertung der Befunde. Es handelt sich im Wesentlichen um Strukturierungshilfen für den Klienten und den Gutachter. Der Inhalt der Bögen ist deshalb auch Gegenstand des Untersuchungsgesprächs, so dass die wesentlichen Angaben von Herrn   Cz.1 in den Aufzeichnungen zum Gespräch enthalten sind. Ergänzend wurde ein Fragebogen zum Drogenkonsum vorgelegt. Dieser standardisierte, qualitativ ausgewertete Fragebogen enthält Angaben von Herrn Cz. zum eigenen Drogenkonsumverhalten. Gefragt wird nach den aktuellen und früheren Konsumgewohnheiten, zur Selbsteinschätzung der eigenen Drogengefährdung, nach Folgeproblemen des Konsums und zur Motivation bezüglich einer gegebenenfalls bestehenden Drogenabstinenz. Die Angaben wurden ebenfalls im Untersuchungsgespräch besprochen.

IV. BEWERTUNG DER BEFUNDE
Die im Teil II des Gutachtens dargestellten Voraussetzungen für eine günstige Prognose wurden anhand der oben erläuterten Methoden überprüft. Nach den Ergebnissen der durchgeführten Verfahren ergibt sich bei Herrn   Cz.1 folgendes Bild:

Verkehrsmedizinisch wurden eine interne und orientierende neurologische Untersuchung durchgeführt. Bei der Erhebung der Anamnese ist nach früherem und heutigem Drogen- und Alkoholkonsum gefragt worden. Ferner sind insbesondere die Krankheiten und Symptome erörtert worden, die hiermit im Zusammenhang stehen können. Dabei fanden sich keine schwerwiegenden, verkehrsmedizinisch bedeutsamen Störungen. Hinweise auf Drogenabhängigkeit oder aktuellen Drogenkonsum fanden sich nicht. Auch Hinweise auf alkoholbedingte Organfolgeschäden fanden sich nicht. Es bestand Cannabismissbrauch (regelmäßiger Konsum sowie fortgeführter Konsum trotz polizeilicher Ermittlungen). Es wird Drogenfreiheit seit 2 Jahren geltend gemacht; dabei ist das letzte Jahr mit entsprechenden, den Richtlinien der CTU- Kriterien entsprechenden, Urinsreenings belegt. Die am Untersuchungstag durchgeführte Kontrolle erbrachte einen negativen Befund. Die Abstinenz ist damit über einen genügend langen Zeitraum glaubhaft belegt. Die Laborbefunde zur Kontrolle der Leberwerte ergaben ebenfalls keine pathologischen Befunde. Somit konnten bei der medizinischen Untersuchung keine, für sich allein die Fahreignung in Frage stellenden, Befunde erhoben werden. Dies ist aber nicht im Sinne einer alleinigen Entlastung zu werten.
Die Überprüfung der Leistungsmöglichkeiten erbrachte keine verkehrsbedeutsamen Beeinträchtigungen. Die Überprüfung der reaktiven Belastbarkeit erbrachte durchgängig Testergebnisse über Prozentrang 16. Damit ist von einer Eignung für das Führen von Fahrzeugen der Gruppe 1 (Klasse B) auszugehen.
Um die im Fall von Herrn Cz. notwendigen Bedingungen für eine günstige Prognose bei dieser MPU beurteilen zu können, ist zunächst erforderlich, das Ausmaß der bei ihm vorliegenden Drogen-/Alkohol-/Anpassungsproblematik abzuschätzen. Die eigenen Angaben von Herrn Cz. können nur dann zur Beurteilung seiner individuellen Problematik herangezogen werden, wenn sie glaubhaft bzw. nachvollziehbar sind. Eine Überprüfung der Glaubhaftigkeit ergibt dabei keine sicheren Hinweise auf eine eingeschränkte Verwertbarkeit der Äußerungen. Die Angaben von Herrn Cz. stimmen im Wesentlichen mit der Akten- und Befundlage überein. Bei Herrn Cz. ist von einer Drogengefährdung auszugehen noch ohne die Anzeichen der schweren Drogenproblematik, es finden sich jedoch auch Hinweise auf eine massive Drogengefährdung. Herr Cz. hatte in frühen Jahren begonnen mit Cannabiskonsum („mit 13/14 Jahren“), Dieser Konsum war bereits in frühen Jahren regelmäßig gewesen. Im Zusammenhang mit Cannabiskonsum stand auch der Alkoholkonsum. Bereits 2002 war ein deutlich regelmäßiger Konsum gewesen (2-3-mal die Woche waren wir auch dort und rauchten). Zu erkennen ist, dass Herr   Cz.1 nicht nur regelmäßig mit Cannabis Kontakt hatte, sondern eben auch Alkohol ebenso locker konsumierte. Damit wird ein Umgang mit berauschenden Mitteln deutlich. Im Zusammenhang mit Alkoholkonsum bei einem Diskothekenbesuch kam es zu einer Trunkenheitsfahrt. Der Drogenkonsum steigerte sich extrem nach einem schweren Unfall („am Tag waren es schon 8 Tüten und 3 Köpfte. In dieser persönlichen Krise nach dem schweren Unfall hatte Herr   Cz.1 nach eigenen Angaben extrem Cannabis konsumiert. Dies ist auch anhand der extrem hohen Blutwerte – insbesondere bei der zweiten Blutentnahme – bei den Verkehrskontrollen deutlich geworden. Die Angaben von Herrn   Cz.1 zur gesamten Vorgeschichte und zu seinen Konsumgewohnheiten sind aus gutachterlicher Sicht als sehr offen und sehr realistisch zu bewerten. Herr   Cz.1 schildert selbst, ohne von den Gutachtern ausführlich befragt werden zu müssen, seine gesamte Drogen- und Alkoholvorgeschichte. Herr   Cz.1 schildert ebenso offen die Probleme, welche durch seinen Drogen-/Alkoholkonsum eintraten („in der Schule hatte ich schlechte Noten, es wurde zur Gewohnheit wie vorher, ich habe mir nie Gedanken gemacht, nie realisiert“). Zu erkennen ist jedoch auch, dass sich Herr   Cz.1 mit den Hintergrundmotiven seines extremen Drogenkonsums nach dem Unfall auseinandergesetzt hat („ich habe es nicht realisiert und nichts wissen wollen und ich habe jeden Tag gekifft; als Beschäftigung, da hatte man dann was zu tun, ich war ja zu nichts zu gebrauchen … „). So ist gut erkennbar, dass Herr   Cz.1 sich mit seiner Drogen-/Alkoholproblematik auseinandergesetzt hat. Auch kann Herr   Cz.1 eine ausreichend kritische Haltung hinsichtlich seines eigenen Straßenverkehrsverhaltens aufweisen („zum Glück ist da nicht viel passiert, es hätte auch einer über die Straße laufen können; ich war der Auslöser von dem ganzen Unfall, ich habe die Vorfahrt missachtet“). Herr   Cz.1 bezieht sich auf eine Drogenabstinenz seit März 2008, Alkohol hat Herr   Cz.1 nach eigenen Angaben seit seinem Unfall deutlich reduziert. Es liegt eine belegte Drogenabstinenz mit forensisch gesicherten Drogenscreenings über den Zeitraum von über 1 Jahr vor. Somit liegt eine belegte Drogenabstinenz vor mit einer Dauer, welche auch als ausreichend erprobt gewertet werden kann. Aufgrund der vorliegenden Untersuchungsbefunde kann eine ausreichende Alkoholreduktion und eine stabile Drogenabstinenz festgestellt werden. Es fanden sich keine Hinweise auf eine hohe Wahrscheinlichkeit einer weiteren Alkohol-/Drogenfahrt. Auch sind weitere erhebliche verkehrsrechtliche Verstöße nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten.

V. BEANTWORTUNG DER FRAGESTELLUNGEN
Bei zusammenfassender Wertung der Untersuchungsergebnisse können wir die behördlichen Eignungsfragen wie folgt beantworten:
Es ist nicht zu erwarten, dass Herr   Cz.1 zukünftig ein Fahrzeug unter Einfluss von Betäubungsmitteln und/oder anderen psychoaktiven Stoffen oder deren Nachwirkungen führen wird. Trotz der Hinweise auf früheren Drogenmissbrauch liegen keine Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeugs der genannten Fahrerlaubnisklasse in Frage stellen.
Es ist nicht zu erwarten, dass Herr   Cz.1 auch zukünftig ein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wird. Beeinträchtigungen, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeugs der genannten Fahrerlaubnisklasse in Frage stellen, liegen nicht vor.
Es ist nicht zu erwarten, dass Herr   Cz.1 erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen verstoßen wird.
Gezeichnet:  Psychologe und Arzt